Zwei Tage wandern am Walensee

Zwei-Tages-Wanderung am Walensee in der Schweiz

*Werbung/Einladung von Heidiland Tourismus

Wochenendtouren sind unsere Lieblingstouren – am besten geht es schon am Freitag los. Dann fühlt sich ein Ausflug immer gleich nach einem Kurzurlaub an und das Wochenende wirkt besonders lang. Nachdem wir bereits am Flumserberg und am Murgsee im Heidiland unterwegs waren, haben wir uns dieses Mal eine zwei-Tages-Wanderung am Walensee in der Schweiz ausgesucht. Von Walenstadtberg geht es zur Alp Tschingla und von dort am nächsten Tag über Lüsis zurück nach Walenstadt.

Immer den See im Blick: Von Walenstadtberg zur Alp Tschingla

Das öffentliche Verkehrsnetz in der Schweiz ist hervorragend – das stellen wir immer wieder fest. Auch bei dieser Wanderung ist es praktisch das „Postauto“, also den Bus, zu nehmen. Vom Bahnhof in Walenstadt geht es in nur 15 Minuten nach Walenstadtberg. Wir steigen an der Endstation (Reha Klinik) aus und von dort startet unsere Wanderung auf geteerter Straße immer weiter nach oben. Insgesamt liegen bis zur Alp Tschingla etwa 800 Höhenmeter vor uns.

Auf dem Weg liegt auch das Paxmal, ein Friedensdenkmal, an dem wir eine kurze Rast einlegen.
Obwohl es bewölkt ist, leuchten die Farben der Blumen und des Walensees wunderbar. Der Blick auf das Tal und die schneebedeckten Schweizer Berge ist wunderschön.

Nach etwa 4 Stunden erreichen wir schließlich die Alp Tschingla (1528 m). Auf dem Weg mussten wir noch ein paar Schneefelder kreuzen, aber das hat die Tour gleich noch etwas abwechslungsreicher gemacht. Auf der Alp Tschingla gönnen wir uns ein Bier und dann hüpfen wir in den heißen Wasserbottich der Alp. Das ist ein richtiges Highlight der Alp Tschingla – dort kann man nämlich im feuerbeheizten Hot Pot mit einem traumhaften Blick auf den Walensee und die mächtigen Churfirsten ein Bad nehmen. Wir bleiben im Wasser bis unsere Haut schon ganz schrumpelig wird und dann gibt es eine riesige Portion Schweizer Kästöpfli mit Maccheroni und viel, viel Bergkäse. Das schmeckt nach einer anstrengenden Wanderung und einem Bad gleich doppelt gut.
Am Abend zieht noch ein Gewitter auf. Das Knallen des Donners lässt die Hütte vibrieren. Berggewitter sind einfach immer wieder beeindruckend. Wir spielen noch etwas in der gemütlichen Stube, trinken einen Schnaps mit dem Hüttenwirt und dann fallen wir todmüde ins Bett.

Grüner Wald auf dem Weg
Blick auf den Walensee
Blick auf den Walensee
Das Paxmal
Pause am Paxmal
Pause machen mit Blick auf den Walensee
Walensee
Pause machen mit Blick auf den Walensee
Schneefeld auf dem Weg zur Alp Tschingla
Ein paar kleine Schneefelder mussten wir kreuzen
Alp Tschingla unter den Churfirsten
Endlich an der Alp Tschingla
Heißes Bad auf der Alp Tschingla
Baden im Hot Pot
Bad auf der Alp Tschingla
Alp Tschingla
Alp Tschingla
Blick von der Alp Tschingla auf den Walensee

Von der Alp Tschingla über Lüsis nach Walenstadt

Früh klingelt der Wecker am nächsten Morgen. Wenn wir in den Bergen sind, wollen wir immer pünktlich zum Sonnenaufgang schon draußen sein, denn dann werden die Berge immer in ein wunderschönes Licht getaucht. Wir haben Glück: Der Regen vom Vorabend hat sich verzogen und mystische Wolke liegen über dem Walensee und dem restlichen Tal. Die Stille am Berg ist besonders schön und wir genießen die Aussicht.

Nach dem ausgiebigen Frühstück und einer heißen Tasse Kaffee ist es Zeit zum Aufbrechen. Wir wandern durch lichte Wälder und auf breiten Wegen von der Alp Tschingla Richtung Lüsis. Als wir zurückblicken, können wir sehen, dass die Alp Tschingla unter den Churfirsten mittlerweile in der Sonne liegt.

Nach einer kurzen Wanderung kommen wir in Lüsis an, wo wir im Gasthaus Lüsis auf eine heiße Schoggi einkehren. Jetzt kommt der Abstieg: durch Wälder und an rauschenden Bächen vorbei geht es zurück ins Tal nach Walenstadt.

Die Tour rund um die Alp Tschingla ist eine tolle zwei-Tages-Wanderung für das späte Frühjahr. Durch die gute Anbindung kann die Tour auch beliebig verkürzt oder verlängert werden. Hier findest du noch andere Hüttentouren im Heidiland.

Hast du eine Empfehlung für uns, welche Tour wir in der Schweiz auf keinen Fall verpassen dürfen? Dann freuen wir uns auf deine Vorschläge.

Blick auf den Walensee
Blick ins Tal
Kurz vor Sonnenaufgang
Morgens mit Blick auf den Walensee von der Alp Tschingla
Blick auf den Walensee
Blick auf den Walensee
Alp Tschingla unter den Churfirsten
Die Churfirsten mit der Alp Tschingla
Pause mit Blick auf den Walensee

Lüsis
Lüsis
Auf dem Weg nach Walenstadt
Auf dem Weg nach Walenstadt

Vom Flumserberg zur Spitzmeilenhütte und weiter in Weisstanental

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Zum Glück hat sich der Wetterbericht nicht bewahrheitet! Bei strahlendem Sonnenschein starten wir unsere Zwei-Tages-Wanderung am Flumserberg. Mit der Bergbahn geht es von Tannenheim hinauf zur Prodalp, wo unsere Wanderung beginnt. 

Tag 1: Vom Flumserberg zur Spitmeilenhütte

Von der Pordalp geht es zuerst über einen Forstweg, den man nach einiger Zeit aber verlassen kann und dann auf schmalen sehr schönen Wanderwegen wandern kann. Auf dem Weg zur Spitzmeilenhütte passiert man das Alpenrestaurant Panüöl und die Alpe Fursch. Für Verpflegung entlang des Weges ist also ausreichend gesorgt. Leider sollte der Wetterbericht irgendwann dann doch recht bekommen und es begann leicht zu regnen. Nach der Alpe Fursch kommt der einzige kurze Anstieg auf dem Weg zur Spitzmeilenhütte, aber auch dieser ist keine allzu große Herausforderung. 

Kurz nach dem wir an der Spitzmeilenhütte angekommen sind, hat das vorhergesagte Wetter dann tatsächlich noch eingesetzt und es gab einen regelrechten Wolkenbruch. Jetzt, da wir angekommen waren und im Trockenen saßen, konnten wir das Naturschauspiel in aller Ruhe betrachten. 

Tag 2: Von der Spitzmeilenhütte ins Weisstannental

Am nächsten Tag waren die Berge Wolken verhangen und es regnete leicht, als wir aufbrechen. Doch trotz des schlechten Wetters ist die Stimmung hervorragend und so machen wir uns auf den Weg in Richtung Weisstannen. Es regnet zwar nicht die ganze Zeit, doch hin und wieder fängt es mal wieder an zu regnen. Die tiefhängenden Wolken verleihen der Landschaft eine sehr mystische Stimmung. Am Fransfurggla entscheiden wir uns den Sardona-Welterbeweg Nr. 73 zu verlassen, da die Berge noch immer in den Wolken hängen und uns die Aussicht verspähren würden. Bei schönem Wetter ist die Route über den Madchopf sicherlich die reizvollere Route, da man hier nochmal eine super Aussicht hat.

Einen detaillierten Bericht zu unserer Tour findet ihr hier: https://heidiland.com/de/erleben/wandern/huettentouren/huettentour-flumserberg.html

Ascona – Mediteranes Flair am Lago Maggiore

Ascona ist eine kleine Stadt am nördlichem Ende des Lago Maggiores. Das absoulte Highlight von Ascona ist die wunderschöne Promenade am See mit ihren traditionellen, bunt gestrichenen Häusern. Hier kann man in einigen der etlichen Cafés das schöne Wetter genießen und dabei den Sonnenuntergang über dem Lago Maggiore bestaunen. Aber auch die Altstadt von Ascona lädt geradezu zum Schlendern und Shoppen ein.

 

Wine & Dine im Romantik Hotel – Castello Seeschloss

Das Romantik Hotel Castello Seeschloss liegt am Ende der Seepromenade von Ascona. Das Hotel befindet sich in einem kleinen Schloss aus dem 13. Jahrhundert, was von der Mailänder Adelsfamilie de’Ghiriglino gebaut wurde. Neben dem Schloss befinden sich noch zwei weitere Gebäude, die zum Hotel gehören. Gemeinsam umschließen sie einen schönen mediterranen Garten mit Pool. Zum Hotel gehört ebenfalls das Restaurant “Ristorante di Lago”, was gegenüber dem Hotel direkt am See liegt. 

Das Romantik Hotel – Castello Seeschloss veranstaltet regelmäßig Wine & Dines bei denen Weingüter aus der Umgebung ihre Weine vorstellen und der Sternekoch des Hauses die Gäste kulinarische verwöhnt. Im Mai war das Thema des Wine & Dines “Africa meets Ticino”. Zu Anfang haben sich alle Gäste bei herrlichem Wetter auf der Sonnenterrasse getroffen, wo ein Aperitif serviert wurde. Nach dem Aperitif ging es für das Abendessen und die Weinprobe in den mediterranen Innenhof. Dort hat Bernhard Mess von Mimosa aus Südafrika verschiedene Rot- und Weißweine serviert und der Koch des Hauses ein köstliches afrikanisch angehauchtes 5 Gänge Menü. 

 

Tagesausflüge von Ascona

Ascona liegt perfekt für Tagesausflüge im ganzen Tessin. Besonders das Maggiatal und das Verzascatal mit ihren traditionellen Dörfern, Wasserfällen und reißenden Flüssen im Norden von Ascona sind sehr einfach zu erreichen. Aber aus Tagesausflüge nach Lugano und Umgebung sind ohne Probleme machbar. 

 

 

Klein aber fein: Das Bavona Tal im Tessin

Auf der Suche nach den schönsten Ecken im Tessin sind wir auch auf das relativ kleine Bavona Tal (Val Bavona) gestoßen. Eher bekannt ist sicher das anliegende Maggia Tal mit dem Maggia Fluss, aber auch das Bavona Tal hat einiges zu bieten. Wir halten immer wieder an alten Brücken und dem schönen Bavona Fluss an. Genau wie im Verzasca Tal hat der Fluss eine wunderbare Farbe und die teils riesigen Felsen laden zum Verweilen und klettern ein.

 

Wasserfall Foroglio

Eine der spektakulärsten Plätze im Bavona Tal ist sicherlich der Wasserfall bei Foroglio. 110 Meter stürzen hier die Wassermassen in die Tiefe. Wir sind ganz beeindruckt und kraxeln in den Steinen unterhalb des Wasserfalls herum. Die Felsen sind aber einigermaßen glatt und wir sind richtig schnell durchnässt – also schauen wir uns den Wasserfall noch etwas aus der Ferne an.

Wir schlendern durch die Gassen von Foroglio und sind wieder mal fasziniert wie alt diese Steinhäuser schon sein mögen und welche Geschichten sich hier wohl schon abgespielt haben. 

Weiter geht es Richtung S. Carlo. Von dort startet eigentliche eine Seilbahn zum Robièi Gletscher, aber die Bahn hat leider noch geschlossen. Kurz unterhalb der Bahn haben wir einen kleinen Platz entdeckt, wo wir herrlich zu Mittag essen und eine lange Pause im Halbschatten machen. Hinter uns das Rauschen eines kleinen Baches, über uns das Rascheln der Blätter im Wind – hier lässt es sich aushalten!

 

Zum Sonnenuntergang auf den Monte Gambarogno (gibt es hier Wölfe??)

Am Nachmittag entscheiden wir uns dazu, den Sonnenuntergang vom Monte Gambarogno anzusehen. Wir essen gemütlich zu Abend und machen uns dann auf den Weg. Nach gefühlten 1000 Serpentinen kommen wir dann endlich oben bei der Alpe Neggia an. Von dort geht es zu Fuß weiter. Hinter uns grummelt es bereits, da der Gipfel aber nicht weit ist, wollen wir doch unbedingt los. Bald wird es aber immer stürmischer und das Gewitter kommt immer näher. Und plötzlich sehen wir vor uns auf dem Wanderweg ein Tier, dass so aussieht wie ein Wolf. Für einen Fuchs oder einen Hund ist es einfach zu klein – außerdem waren auf dem Parkplatz keine anderen Autos, weswegen uns ein großer Hund auch komisch vorkommt. Das Tier beobachtet uns kurz, dreht sich um ist weg. Diese Begegnung trifft uns ziemlich unvorbereitet. Uns ist etwas mulmig weiter zu gehen, deswegen treten wir dann doch den Rückweg an. Und das war eine gute Entscheidung. Kurz nach dem Umdrehen beginnt es heftig zu stürmen, regnen und zu blitzen. Bei dem Wetter muss man ja nicht unbedingt auf dem Gipfel sein – noch dazu, wenn man meint von einem Wolf beobachtet zu werden 😉

Ob es ein Wolf war können wir nicht sagen, es sah danach aus – aber Wölfe scheinen am Gambarogno nicht verbreitet zu sein. Es gab wohl mal Spuren, aber keine “Beweise”. Auch wir können nicht mit Sicherheit sagen was für ein Tier es war, aber Umkehren hat sich auf jeden Fall besser angefühlt.

 

 

Darum solltet ihr das Verzasca Tal unbedingt besuchen

Das Verzasca Tal ist bekannt für das unglaublich klare, smaragdgrüne Wasser (google mal Smaragd – so sieht das Wasser wirklich aus!) des Verzasca Flusses. 

Es gibt eine Wanderung, die immer am Fluss entlang führt und da bekommt man wirklich die ganze Schönheit des Flusses zu sehen. Die Gehzeit kann man so gestalten wie man möchte, da man immer wieder an Orten vorbeikommt, wo nahezu stündlich Busse zurück fahren.

 

Erster Stop: Cascata La Froda in Sonogno

Mit dem Bus ging es also für uns von unserem Hotel in Vogorno nach Sonogno. Als Übernachtungsgast im Tessin bekommt man auf Wunsch das kostenlose Ticino-Ticket, mit dem man gratis den öffentlichen Transport im Tessin nutzen kann (und noch viele andere Rabatte bekommt). Das ist wirklich praktisch. 

Wir sind etwa 45 Minuten bis zur Endstation in Sonogno gefahren. Von dort geht es durch den Ort Richtung Wasserfall. Sonogno hat uns auf Anhieb gut gefallen – der Ort ist ruhig, klein und mit seinen alten Steinhäusern und der alten Kirche absolut sehenswert. Man fühlt sich richtig in eine andere Zeit versetzt, wenn man durch die Straßen schlendert. 

Unser eigentliches erstes Ziel war aber der Cascata La Froda – ein Wasserfall, etwa 10 Minuten zu Fuß von Sonogno entfernt, den wir bei unserer Recherche für die Reise gefunden hatten. Schon von weitem konnten wir das Tosen des Wasserfalls hören. Wow! Der Wasserfall ist wirklich imposant – wahrscheinlich auch wegen des Schmelzwassers, dass sich gerade den Weg ins Tal bahnt. Wir haben über eine Stunde dort verbracht und haben unglaublich viele Bilder aus allen möglichen Winkeln gemacht. Wasserfälle üben einfach immer eine gewisse Faszination auf uns aus – ihr kennt das ja sicher auch. Schön an dem Wasserfall ist nicht nur die Größe, sondern auch, dass man direkt vor dem Wasserfall über eine Brücke gehen kann und dann auch noch einen schönen Blick von weiter oben auf den Cascata La Froda hat. Von oben kann man dann auch dem Wanderweg folgen und man kommt direkt auf dem Wanderweg 74 raus, der immer entlang des Verzasca Flusses führt.

 

Immer dem Wasser nach – entlang der Verzasca

Verzasca bedeutet so viel wie “Grünes Wasser”und das trifft voll und ganz zu. Die Farben des Flusses sind einfach krass! Ständig mussten wir anhalten und die Farben bestaunen. Mal hellgrün, mal dunkel und immer faszinierend. Kurz vor dem Ort Gerra haben wir eine Mittagspause eingelegt. Schön im Schatten auf den Steinen dicht am Wasser – einfach herrlich!

Wir wollten den Wanderweg bis nach Lavertezzo gehen (etwa 3:45 Stunden Gehzeit). Auf diesen “kurzen” Stück ändert sich der Fluss ständig. Mal ist er breit und relativ ruhig, mal wild zwischen riesigen Steinen (wirklich unglaublich riesige Felsen!). Natürlich hat uns wieder das Wildwasser angezogen – aber das Fotografieren war wirklich eine Herausforderung, da das Ufer teilweise sehr steil ist. Vor lauter Fotostops haben wir (wieder mal) die Zeit vollkommen vergessen und wir gerieten (auch wieder mal) etwas in Zeitdruck, da wir gerne den Bus in Lavertezzo noch erreichen wollten. Vorbei ging es an alten Ruinen, über Brücken, durch gemütliche Orte und durch schöne Wälder. Teilweise mussten wir barfuß laufen, weil Bäche so hoch über den Wanderweg geflossen sind. Das hat diese recht einfache Wanderung dann noch etwas abenteuerlich gemacht 😉

 

Postkartenmotiv in Lavertezzo

Nach ein paar Stunden kamen wir dann schließlich in Lavertezzo an. Wer mag, kann den Wanderweg auch weiter ins Tal und sogar bis an den Lago Maggiore gehen – uns hat es aber gereicht bis nach Lavertezzo zu gehen, denn wir haben gehört, dass der erste Teil des Weges auch der schönste sei.

In Lavertezzo steht die bekannte Doppelbogenbrücke, die auf so vielen Bildern verewigt ist. Bekannt ist dieser Ort auch wegen der schönen, natürliche Becken, in denen sich das Wasser der Verzasca sammelt. Bei gutem Wetter schimmert das Wasser in einem tollen Grün, leider war es mittlerweile sehr bedeckt und das Wasser war eher dunkel. Trotzdem hat es uns gut gefallen und wir können uns gut vorstellen, dass das Baden hier richtig viel Laune macht, da man direkt von den Felsen in das tiefe Wasser springen kann. 

 

Warum solltet ihr das Verzasca Tal also unbedingt besuchen?

Es gibt einige gute Gründe, warum ihr das Verzasca Tal unbedingt mit eigenen Augen sehen solltet.

  • Alleine der Wasserfall Cascata La Froda ist ein Besuch wert! Der Blick auf den Wasserfall und die umliegenden Berge ist einzigartig!
  • Die vielen Orte an denen man während der Wanderung vorbeikommt (vor allem Sonogno) geben einem das Gefühl in eine andere Zeit einzutauchen und machen die Wanderung so speziell
  • Die Wanderung ist leicht zu machen (da praktisch kaum Höhenmeter zu überwinden sind) und bietet dabei tolle Ausblicke auf den Fluss und die Berge rundherum – außerdem ist der Wanderweg unglaublich vielseitig.
  • Last but not least: Die Verzasca. Der Fluss an sich ist ein Besuch wert. Die Farbe des Wassers, die Felsen, und der wilde Wasserstrom haben uns zum Staunen gebracht.

Also, wenn ihr ins Tessin kommt (und das solltet ihr unbedingt!) dann ist die Wanderung ein Muss. Überzeugt euch am besten selbst 🙂

Hier findet ihr die Wanderung im Detail

 

 

Kurz über das Tessin – Lanschaften, Anreise und Touren

Warum hat es eigentlich so lange gedauert, bis wir das Tessin im Süden der Schweiz besucht haben? Tja, das fragen wir uns auch!

Das sollte sich jetzt aber endlich mal ändern – zu Genüge hatten wir von wunderschönen Wanderungen, smaragdgrünem Wasser und tosenden Wasserfällen gehört und nun wollten wir uns selbst von der Schönheit des Tessins überzeugen. Und was sollen wir sagen…wir wurden nicht enttäuscht!

 

Kurz über das Tessin

Eine Woche haben wir uns das Schweizer Kanton Tessin auf der Alpensüdseite angeschaut. Im Tessin (oder Original Ticino) wird Italienisch als Amtssprache gesprochen und auch die Städte haben bereits italienisches Flair. Das Tessin liegt in einer besonders sonnigen Region (über 2100 Sonnenstunden im Jahr!) und das merkt man auch an den Palmen, die überall an den Seen stehen. 

Uns ist auch die Vielfalt des Kantons aufgefallen. Im Norden sind die hohen Berge der Alpen (im Mai noch mit sehr viel Schnee bedeckt) und im Süden erinnert die Landschaft eher an die Toskana als an Berglandschaften. Dazwischen immer wieder tiefe Täler mit Flüssen und wunderschöne Seen (besonders bekannt sind der Lago di Lugano und der Lago Maggiore). Nicht nur landschaftlich hat das Tessin viel zu bieten, auch die Städte sind sehr interessant. Wir waren besonders von Ascona mit der tollen Hafenfront begeistert und von Lugano mit den verwinkelten Gassen und Treppen innerhalb der Stadt. Kurz gesagt: Für jeden ist etwas dabei. Auf uns hat die Landschaft gemischt mit den tollen Städten den großen Reiz ausgeübt, warum wir das Tessin unbedingt besuchen wollten.

 

Anreise

Es gibt einige Möglichkeiten, wie man ins Tessin anreisen kann. Wer von weiter weg kommt, kann das Flugzeug nehmen und den Flugplatz Lugano-Agno anfliegen. Größer ist der Flughafen in Mailand, der nur etwa eine Stunde Fahrt vom Tessin entfernt liegt. Die Verbindungen mit dem Zug sind ebenfalls sehr gut. Es gibt direkte Verbindungen nach Zürich, Basel und Mailand.

Wir haben uns für die Anreise mit dem Auto entschieden, da es für uns nur 3 Stunden Fahrt sind und wir gerne die Flexibilität haben wollten, die ein Auto nun einmal bietet. Von Norden her kann man über den Gotthard Tunnel, den San Bernardino Tunnel oder den Lukmanier Pass kommen. Wer aus dem Süden anreist, kommt über die Seen-Autobahn A9 ab Mailand oder über die A8 ins Tessin. Wir sind mit dem Auto über den Bernardino Tunnel gekommen – kein Wunder, dass man im Sommer immer hört wie es sich dort staut. Die Straße verläuft größtenteils einspurig und macht das Überholen von langsamen LKWs nahezu unmöglich. Da wir sehr früh unterwegs waren, hatten wir damit glücklicherweise keine Probleme.

 

Unsere Touren

Im Laufe der Woche sind wir am wunderschönen Verzasca Fluss entlang gewandert, haben das Bavona Tal (ein Seitental des Maggiatals) erkundet, sind auf den Monte Gambarogno gewandert (gibt es da Wölfe?!), haben die Altstadt von Ascona bestaunt, uns Pizza und Eis in Como schmecken lassen (Okay, da sind wir kurz nach Italien “fremdgegangen”), haben die Aussicht vom Monte Bré auf Lugano genossen und tosende Wasserfälle besucht. 

Und nach einer Woche können wir sagen (obwohl wir noch lange nicht alles gesehen haben): Ticino, du bist wundervoll!

 

 

Endlich wieder Wandern: Frühlingstour zum Seealpsee

Die Skisaison ist zu Ende, es wird langsam wärmer im Tal und wir können es kaum abwarten wieder wandern zu gehen. Aber wo? Schließlich liegt noch zu viel Schnee in den Bergen. Nach einiger Recherche nach nicht zu hohen Wanderungen, haben wir eine kleine Tour zum Seealpsee in der Ostschweiz gefunden.

 

Rundwanderung beim Seealpsee

Die Wanderung startet in Wasserauen, wo wir auf dem kostenlosen Parkplatz geparkt haben. Die Tour soll eigentlich sehr einfach und ohne viel Kondition machbar sein – bei dem steilen Aufstieg zum Seealpsee kommen wir aber ordentlich ins Schwitzen.

Nach etwa 300 Höhenmetern kommen wir oben an. Wir sind überrascht wie wenig Wasser im See ist, aber die Aussicht auf die umliegenden Berge und besonders den Säntis, ist einfach herrlich. Und das klare Wasser ist einfach der Hammer!

Wir gehen bis zum Ende des Sees und ein bisschen weiter, um einen besseren Blick auf den Seealpsee zu bekommen. Leider ist der Wanderweg relativ schnell unbegehbar, weil zu viel Schnee liegt, aber der Blick ist trotzdem wunderbar. Wir erkunden noch einen kleinen Wasserfall und entscheiden uns dann zum Zurückgehen. Diesmal auf der anderen Seite des Sees. Wir machen noch eine kurze Rast und dann geht es schon an den steilen Abstieg und zurück zum Parkplatz.

Die Wanderung war sehr schön und mit tollen Ausblicken. Dadurch, dass die Wanderung aber so leicht und der See so beliebt ist, war es ziemlich voll auf allen Wegen.

Aber egal, wir sind froh, dass die Wandersaison jetzt endlich wieder losgeht 🙂 Wart ihr schon unterwegs dieses Jahr? Wenn ja, wo?

 

 

Wandern am Murgsee in der Schweiz

Die Touren rund um die Murgseen in der Schweiz sind ein beliebtes Ausflugsziel. Die Wanderungen bieten viel Abwechslung auf kleinstem Raum und sind leicht zu erreichen. Wir waren neugierig, ob diese Region zu Recht so beliebt ist und haben uns für die Murgseerundwanderung mit Abstecher zum Gipfel des Schwarzstöckli entschieden. 

Erstes Ziel: Merlen

Selten haben wir uns auf eine Wanderung gefreut, wie auf diese Wanderung im Heidiland in der Schweiz. Bestes Wetter war für das gesamte Wochenende angesagt – perfekt für eine Sonnenaufgangswanderung.

Los ging es am Freitag nach der Arbeit. Mit dem Auto ging es nach Murg am Walensee und von dort, auf einer schmalen Straße mit lauter Serpentinen bergauf zum Parkplatz Merlen. Es gibt dort mehrere Parkplätze und alle kosten 10 CHF (Stand Oktober 2017) und müssen bei einem Automaten vor der Auffahrt zum Parkplatz bezahlt werden – oben bei den Parkplätzen gibt es keine Möglichkeit mehr ein Ticket zu lösen.

Wir haben uns für Parkplatz 2 (1099 m) entschieden, da von dort der kürzeste Zustieg zum Berggasthaus Murgsee, unserem Ziel für Freitag, startet. Für diejenigen, die den Murgsee Rundwanderweg machen wollen, empfiehlt sich aber eher Parkplatz 1.

Auf zum Berggasthaus Murgsee

Am späten Nachmittag ging es für uns also los. Die Wanderung startet auf einem für Autos befahrbaren Weg, der aber recht schnell in einen breiten und gut ausgebauten Wanderweg übergeht. Erst ging es noch durch ein Waldgebiet, bevor der Waldbestand dann immer lichter wurde. Die Strecke ist teilweise sehr steil und wir sind ordentlich ins Schwitzen gekommen.

Nach etwas mehr als einer Stunde kamen wir dann an den unteren Murgsee, der alpinen Schutzstatus hat. Der See liegt idyllisch unterhalb des Weges und der Blick auf den See, das Tal hinter uns und den hohen Wasserfall ist wirklich wunderbar. Nach einem letzten Anstieg (insgesamt waren es etwa 600m) kamen wir nach ungefähr 1 3/4 Stunde am gemütlichen Berggasthaus Murgsee an. Die Sonne war gerade untergegangen und die Abendstimmung am See war einfach herrlich.

Im Gasthaus gab es dann ein leckeres Abendessen, bevor wir uns noch etwas mit Kartenspielen die Zeit vertrieben haben. Gegen 22 Uhr sind wir noch einmal raus, um den wahnsinnig schönen Sternenhimmel zu bewundern. Dadurch, dass der Murgsee in einem Kessel liegt, hat man fast keine Lichtverschmutzung und der Sternenhimmel wirkt einfach traumhaft – sogar die Milchstraße konnten wir deutlich erkennen. Dann ging es aber auch schon ins Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir ja früh raus. Da nur zwei weitere Wanderer im Gasthaus übernachtet haben, war die Nacht im Massenschlafsaal schön ruhig.

Wanderung zum Schwarzstöckli

Um etwa halb sieben ging es dann am Samstag los – der Sonnenaufgang war für  7:53 Uhr angesagt. Erstes Ziel war die Murgseefurgel (1985 m), die man in etwa 35 Minuten erreicht. Die ersten Höhenmeter mussten wir noch mit Taschenlampe gehen, aber relativ schnell begann es zu dämmern. Wir mussten immer wieder anhalten und die Schönheit des Sees und der schneebedeckten Berge rundherum bewundern – und wir mittendrin! Das war ein unglaublich schönes Gefühl.

Von der Murgseefurgel bogen wir nach Links ab, um auf den Gipfel des Schwarzstöckli (2385 m) zu wandern. Wir hatten immer wieder wunderbare Blicke auf den Murgsee und in der Ferne auf die umliegenden Berge. Durch die vielen Fotostops waren wir einfach zu langsam und bevor wir auf dem Gipfel waren, ging die Sonne schon auf. War aber halb so schlimm, denn der Blick war trotzdem fantastisch.

Der Wanderweg zum Schwarzstöckli war teilweise mit Schnee bedeckt und steil, aber dennoch sehr gut begehbar. Auf dem Weg haben wir sogar eine Gams gesehen. Oben angekommen haben wir erst einmal ausgiebig gegessen und Pause gemacht. Wir waren die ersten auf dem Gipfel. Die herrliche Ruhe und die Aussicht auf die umliegenden schneebedeckten Berge war unbeschreiblich schön.

Wandern auf der Murgseerundwanderung

Hinunter ging es über den Rotärd Grat ins Tal auf den Murgseerundwanderweg. Eine Wanderung, die (zu Recht) sehr beliebt ist. Der Abstieg war teilweise sehr schwierig, da der Weg so vereist, schwer zu finden und steil war. Unten angekommen ging es aber durch herrliche Ebenen, immer am Wasser und an einigen Wasserfällen entlang. Der letzte Teil der Strecke war aber besonders kräftezehrend. Steil ging es durch einen bemoosten Wald auf unendlich vielen Stufen nach unten. Der Weg war glatt und hat uns am Ende einfach nur noch genervt. Gefühlt ging es eine Ewigkeit, bis wir dann endlich auf Parkplatz 1 ankamen. Von dort waren es dann noch etwa 20 Minuten, bis wir an Parkplatz 2 am Ausgangspunkt unserer Wanderung ankamen.

Die Wanderung hat uns sehr gut gefallen und ist absolut empfehlenswert! Die Strecke ist extrem abwechslungsreich, geht durch Wälder, an Seen entlang, über steile Passagen und auf einen Gipfel – also alles was eine rundum  gelungene Wanderung ausmacht. Wer es sportlicher mag, schafft die Strecke auch an einem Tag. Wir fanden die Übernachtung im Berggasthaus Murgsee allerdings reizvoll und praktisch, um frühstmöglich zu starten. Unterwegs gibt es immer wieder Möglichkeiten um die Strecke zu verlängern oder zu verkürzen.

Wir waren auf jeden Fall sehr begeistert und wollen wiederkommen! Wart ihr schon einmal in der Gegend wandern? Welche Touren findet ihr empfehlenswert? Wir freuen uns über eure Vorschläge!