Highlight an Dänemarks Westküste: Der Leuchtturm Rudbjerg Knude

Spätestens seit 2019 hat der weiße Leuchtturm Rudbjerg Knude internationale Bekanntheit erlangt. Der kantige Turm wurde 70 Meter verschoben, um ihn auch in den nächsten Jahren vor dem Absturz zu schützen. Wir haben ein paar Tage im Norden Dänemarks zwischen Hirtshals und Løkken verbracht und waren uns schnell sicher: die Gegend rund um den Leuchtturm und Lønstrup gehört zu den spektakulärsten Landschaften Dänemarks.

Sonnenuntergang am Leuchtturm

Wir empfehlen auf jeden Fall den Leuchtturm gegen Abend zu besuchen. Das Licht der Abendsonne beleuchtet den Leuchtturm von Rudbjerg Knude und der Blick aufs Meer bei Sonnenuntergang ist superschön. Wir haben das Auto auf dem Parkplatz „Rudbjerg Knude Fyr“ abgestellt und nach etwa 10 Minuten zu Fuß kommt man am Leuchtturm an. Der Weg ist gut zu finden und der Leuchtturm ist bereits von weitem zu sehen. Kurz vor dem Leuchtturm sind wir auf einen kleineren Wanderweg abgebogen, um sozusagen von vorne an den Leuchtturm zu gelangen. Der Leuchtturm steht oben auf der Steilküste und der Blick ist wirklich spektakulär! Im Norden kann man Lønstrup sehen, gen Süden kilometerweise Strand und Steilküste. Einen Weg zum Wasser haben wir nicht gefunden – und einfach hinunterklettern sollte man auf keinen Fall, denn die Steilküste ist ständig in Bewegung und es herrscht Absturzgefahr. 

Wanderungen um Rudbjerg Knude Fyr

Wir wollten die Gegend unbedingt zu Fuß erkunden. Also haben wir unseren Bulli am nächsten Tag auf dem Parkplatz auf den „Kongestenen ved Mårup Kirke“ bei Lønstrup geparkt und sind zu Fuß den Schildern des Hærvej, einem Weitwanderweg der durch Jylland (Jütland) führt, gefolgt. Hoch über dem Meer geht der Weg durch Dünen und sandige Kuhlen. Man hat immer wieder einen tollen Blick auf den Rudbjerg Knude Leuchtturm und natürlich auf das blaue Meer. Man kann kostenlos auf den Leuchtturm steigen und von dort hat man natürlich eine noch bessere Sicht auf die Küste und die umliegende Gegend. Wir sind dann noch etwas durch die Dünen spaziert, die wirklich beeindruckend groß sind. An einem windgeschützten Platz konnten wir Pause machen, bevor es mit vollgesandeten Schuhen wieder zurück zum Parkplatz ging. Diesmal durch windgepeitschte, knorrige Kiefernwäldchen.

Übrigens lohnt sich auch ein Besuch des Örtchens Lønstrup. Auf der Steilküste kann man einem Pfad in den Ort folgen. Da kann man ziemlich gut sehen, wie gefährlich nahe einige Ferienhäuser am Abgrund stehen und immer mal wieder sieht man, dass Häuser in den letzten Jahren abgestürzt sind und nur noch die Rohre aus dem Sand gucken. Der Ort schmiegt sich richtig in Landschaft und wir konnten uns irgendwie richtig gut vorstellen, wie hier die Wikinger mal aufs Meer geguckt haben müssen. In Lønstrup kann man wunderbar Eis essen, ein bisschen bummeln gehen und Lebensmittel einkaufen.

Wenn man ans Wasser möchte und auch mal direkt am Meer spazieren möchte, schaut man am besten auf den vielen Karten, wo es Zugänge zum Meer gibt. Auf jeden Fall kommt man von Lønstrup und Nr Lyngby ans Wasser.

Fazit

Wir haben insgesamt schon einige Jahre in Dänemark gelebt und auch schon viele Orte gesehen – aber der Leuchtturm Rudbjerg Knude an der Nordsee hat uns besonders gut gefallen. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend und unbedingt einen Besuch wert! 

Wanderparadies in den Dolomiten: Kurzurlaub im Eggental

*Ad/ Einladung


Jede Jahreszeit hat ihren besonderen Reiz, aber die warmen Herbstfarben lassen die Berge immer besonders schön wirken. Wir hatten nur ein paar wenige Tage frei und wollten unbedingt dieses Jahr nochmal in die Berge – die Wahl ist auf das Eggental in Südtirol gefallen. 3 Tage und 3 Nächte sind wir auf Entdeckungstour in dieser wunderschönen Region der Dolomiten gewesen. Ausgangspunkt unserer Touren war Obereggen, am Fuße des Latemar. Hier findest du unsere persönlichen Highlights und Empfehlungen für einen Kurztrip ins Eggental.

Auf einsamen Pfaden durch den Latemar 

Aus Obereggen ist es besonders einfach Wanderungen im Latemar zu unternehmen – und das solltest du auch auf jeden Fall tun. Mit der Oberholz Bahn geht es hinauf und von dort können wir die Rundwanderung direkt durch die zackige Felsenlandschaft des Latemar empfehlen. Von der Bergstation aus, geht es nach links über den Weg Nr.18. Achtung der Weg ist teilweise steil und geröllig, aber alle Mühe wert. Besonders der mittlere Teil der Wanderung, in einem stillen Tal, gefällt uns besonders gut. Die Felsen um uns ragen riesig empor und der Weg schlängelt sich durch mystische Geröllbrocken. Nachdem man dann über eine Art Leiter in der Gamsstallscharte auf die andere Seite kommt, verschlägt einem das Panorama glatt die Sprache! Auf dem Weg 516 geht es weiter und man kommt an der Latemarhütte – Rifugio  Torre di Pisa – vorbei, in der du unbedingt einkehren solltest. Das Tiramisu ist ein Traum und der Blick von der Terrasse auch. Weiter geht es dann über breitere Wege zurück zur Oberholz Bahn.
Wir empfehlen mit der Tour so früh es geht zu starten, denn dann sind die Bergwege noch still und einsam und mit etwas Glück kreuzt eine Gams deinen Weg.

Schroff und schön: Rundwanderung im Rosengarten

Das Rosengarten Massiv in den Dolomiten gilt zu Recht zu den wundervollsten Ausflugszielen der Region. Die markanten und felsigen Berge sind imposant und sollten unbedingt aus nächster Nähe erkundet werden. Eine Rundwanderung rund um die Rosengartengruppe sollte daher ein MUSS für alle Reisenden sein. Wir sind an der Bergstation des Paolina Lifts gestartet. Da wir etwas spät loskamen, waren die Wanderwege entsprechend voll. Kein Wunder, denn der Weg bereitet immer wieder schöne Ausblicke und ist einigermaßen gut zu gehen. Übrigens sind wir in der Pederiva Hütte (unterhalb der Rotwandhütte) eingekehrt, nachdem uns die Hütte von einem Bergführer empfohlen wurde – und was sollen wir sagen?! Es war köstlich! 
Auch auf dieser Wanderung gilt: je früher du los gehst, je weniger ist auf den Wegen los. Auf dem Weg aus Obereggen zum Paolinalift, liegt übrigens der bekannte Karersee. Dort solltest du auf jeden Fall einen Stopp einlegen und die tolle Spiegelung des Latemar im kristallgrünen Wasser ansehen. Absolut sehenswert!

Geheimtipp: Sonnenuntergangstour auf das Weißhorn  

Zu guter Letzt möchten wir die Sonnenuntergangstour auf das Weißhorn empfehlen. Das Weißhorn ist ein beliebter Gipfel für kurze Wanderungen – zum Sonnenuntergang bietet der Gipfel aber nochmal seinen ganz eigenen Reiz. Am Pass unterhalb des Weißhorns geht es los und in weniger als einer Stunde ist man bereits auf dem Gipfel. Von dort kannst du die typisch steinigen Berge der Rosengartengruppe bestaunen und mit etwas Glück das berühmte Alpenglühen erleben. Die Ruhe am Berg, das einzigartige Panorama und die wundervolle Lichtstimmung machen diese Wanderung zum Sonnenuntergang zu etwas ganz Besonderem. 

Das waren unsere Highlights für das Eggental. Sicherlich gibt es noch sehr viel mehr zu erkunden: zum Beispiel Klettersteige, Mountainbikestrecken und andere schöne Wanderungen – aber es soll ja auch noch Zeit für gemütliche Stunden im Hotel oder im Restaurant sein. Das Eggental ist sehr vielseitig und hat viel mehr, als nur für ein paar Tage zu bieten. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den nächsten Besuch. 

Warst du schon mal im Eggental und kannst eventuell auch ein paar interessante Tipps geben? Dann immer her damit.


Kristallgrüne Seen und grandiose Ausblicke: Rundwanderung zur Alpguesalpe

Auf unseren vielen Touren im Montafon haben wir schnell erkannt: die Region ist sehr abwechslungsreich. Auf saftigen Blumenwiesen haben wir mehr über das Imkern erfahren, wir waren auf dem schroffen Gipfel der Sulzfluh und auf dem Alpkultourweg unterwegs. Nun haben wir eine neue Seite des Montafons entdeckt: die Rundwanderung zur Alpguesalpe.

 

Von der Grasjochhütte zum Alpguessee

Wenn man mit der Grasjochbahn zur Bergstation fährt, kann man die Rundtour entweder links oder rechtsherum gehen. Wir haben uns für rechtsherum entschieden und folgen dem Wormser Höhenweg. Erst geht es relativ flach am Berg entlang, mit Aussicht auf St.Gallenkirch, das Tal und die steinigen Gipfel des Rätikons.

Wir überqueren ein Geröllfeld und dann geht es an den Aufstieg. Am Joch angekommen, können wir schon den grün schimmernden Alpguessee sehen. Da wollen wir hinunter. Wir verlassen den Wormser Höhenweg und nehmen die Abzweigung zur Alpguesalpe.

Etwas oberhalb vom See machen wir eine ausgedehnte Pause und genießen den Blick ins Silbertal und aus das Verwall. Der Herbst hat die Gräser schon gelb gefärbt.

 

Von der Alpguesalpe zurück zur Grasjochhütte

Weiter geht es über kleine Bäche und an weiteren Seen vorbei zur Alpguesalpe. Der Abstieg ist teilweise steil und geröllig – Trittsicherheit ist ein Muss. Die Alpguesalpe ist der tiefste Punkt der Wanderung. Von nun an geht es wieder bergauf. Durch einen schönen und lichten Lärchenwald bewältigen wir die letzten Höhenmeter zurück zur Grasjochhütte, wo wir uns für die Tour belohnen und Kuchen schlemmen.

Die Rundwanderung zur Alpguesalpe ist sicherlich kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem ist sie unbedingt empfehlenswert und nicht überlaufen. Man sollte für die Tour schon etwa 4 Stunden einplanen und eine gewissen Kondition mitbringen, damit sie Spaß macht. Wer mag kann noch den Scheimersch Gipfel (Achtung: blau weißer Steig) mit einbauen. Die Tour ist abwechslungsreich, nicht zu leicht, führt an Seen vorbei und bietet wunderschöne Ausblicke auf das Rätikon und das Verwall. Was will man mehr?!

 

Zwei Tage wandern am Walensee

Zwei-Tages-Wanderung am Walensee in der Schweiz

*Werbung/Einladung von Heidiland Tourismus

Wochenendtouren sind unsere Lieblingstouren – am besten geht es schon am Freitag los. Dann fühlt sich ein Ausflug immer gleich nach einem Kurzurlaub an und das Wochenende wirkt besonders lang. Nachdem wir bereits am Flumserberg und am Murgsee im Heidiland unterwegs waren, haben wir uns dieses Mal eine zwei-Tages-Wanderung am Walensee in der Schweiz ausgesucht. Von Walenstadtberg geht es zur Alp Tschingla und von dort am nächsten Tag über Lüsis zurück nach Walenstadt.

Immer den See im Blick: Von Walenstadtberg zur Alp Tschingla

Das öffentliche Verkehrsnetz in der Schweiz ist hervorragend – das stellen wir immer wieder fest. Auch bei dieser Wanderung ist es praktisch das „Postauto“, also den Bus, zu nehmen. Vom Bahnhof in Walenstadt geht es in nur 15 Minuten nach Walenstadtberg. Wir steigen an der Endstation (Reha Klinik) aus und von dort startet unsere Wanderung auf geteerter Straße immer weiter nach oben. Insgesamt liegen bis zur Alp Tschingla etwa 800 Höhenmeter vor uns.

Auf dem Weg liegt auch das Paxmal, ein Friedensdenkmal, an dem wir eine kurze Rast einlegen.
Obwohl es bewölkt ist, leuchten die Farben der Blumen und des Walensees wunderbar. Der Blick auf das Tal und die schneebedeckten Schweizer Berge ist wunderschön.

Nach etwa 4 Stunden erreichen wir schließlich die Alp Tschingla (1528 m). Auf dem Weg mussten wir noch ein paar Schneefelder kreuzen, aber das hat die Tour gleich noch etwas abwechslungsreicher gemacht. Auf der Alp Tschingla gönnen wir uns ein Bier und dann hüpfen wir in den heißen Wasserbottich der Alp. Das ist ein richtiges Highlight der Alp Tschingla – dort kann man nämlich im feuerbeheizten Hot Pot mit einem traumhaften Blick auf den Walensee und die mächtigen Churfirsten ein Bad nehmen. Wir bleiben im Wasser bis unsere Haut schon ganz schrumpelig wird und dann gibt es eine riesige Portion Schweizer Kästöpfli mit Maccheroni und viel, viel Bergkäse. Das schmeckt nach einer anstrengenden Wanderung und einem Bad gleich doppelt gut.
Am Abend zieht noch ein Gewitter auf. Das Knallen des Donners lässt die Hütte vibrieren. Berggewitter sind einfach immer wieder beeindruckend. Wir spielen noch etwas in der gemütlichen Stube, trinken einen Schnaps mit dem Hüttenwirt und dann fallen wir todmüde ins Bett.

Grüner Wald auf dem Weg
Blick auf den Walensee
Blick auf den Walensee
Das Paxmal
Pause am Paxmal
Pause machen mit Blick auf den Walensee
Walensee
Pause machen mit Blick auf den Walensee
Schneefeld auf dem Weg zur Alp Tschingla
Ein paar kleine Schneefelder mussten wir kreuzen
Alp Tschingla unter den Churfirsten
Endlich an der Alp Tschingla
Heißes Bad auf der Alp Tschingla
Baden im Hot Pot
Bad auf der Alp Tschingla
Alp Tschingla
Alp Tschingla
Blick von der Alp Tschingla auf den Walensee

Von der Alp Tschingla über Lüsis nach Walenstadt

Früh klingelt der Wecker am nächsten Morgen. Wenn wir in den Bergen sind, wollen wir immer pünktlich zum Sonnenaufgang schon draußen sein, denn dann werden die Berge immer in ein wunderschönes Licht getaucht. Wir haben Glück: Der Regen vom Vorabend hat sich verzogen und mystische Wolke liegen über dem Walensee und dem restlichen Tal. Die Stille am Berg ist besonders schön und wir genießen die Aussicht.

Nach dem ausgiebigen Frühstück und einer heißen Tasse Kaffee ist es Zeit zum Aufbrechen. Wir wandern durch lichte Wälder und auf breiten Wegen von der Alp Tschingla Richtung Lüsis. Als wir zurückblicken, können wir sehen, dass die Alp Tschingla unter den Churfirsten mittlerweile in der Sonne liegt.

Nach einer kurzen Wanderung kommen wir in Lüsis an, wo wir im Gasthaus Lüsis auf eine heiße Schoggi einkehren. Jetzt kommt der Abstieg: durch Wälder und an rauschenden Bächen vorbei geht es zurück ins Tal nach Walenstadt.

Die Tour rund um die Alp Tschingla ist eine tolle zwei-Tages-Wanderung für das späte Frühjahr. Durch die gute Anbindung kann die Tour auch beliebig verkürzt oder verlängert werden. Hier findest du noch andere Hüttentouren im Heidiland.

Hast du eine Empfehlung für uns, welche Tour wir in der Schweiz auf keinen Fall verpassen dürfen? Dann freuen wir uns auf deine Vorschläge.

Blick auf den Walensee
Blick ins Tal
Kurz vor Sonnenaufgang
Morgens mit Blick auf den Walensee von der Alp Tschingla
Blick auf den Walensee
Blick auf den Walensee
Alp Tschingla unter den Churfirsten
Die Churfirsten mit der Alp Tschingla
Pause mit Blick auf den Walensee

Lüsis
Lüsis
Auf dem Weg nach Walenstadt
Auf dem Weg nach Walenstadt

Kulinarische Feuerschalenwanderung in Partenen


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Das Montafon ist nicht nur für seine sportlichen Möglichkeiten im Sommer und Winter bekannt, sondern auch für seine regionalen Köstlichkeiten. Was bietet sich da mehr an als eine kulinarische Wanderung durch den schönen Ort Partenen? Drei Stunden haben wir gemeinsam mit Wanderführerin Imelda den Ort und fünf kulinarische Stationen mit der Laterne und Taschenlamper erkundet. 

Vom Hoflädeli durch Partenen

Wir finden uns beim Hoflädeli (in der Nähe der Kirche) in Partenen ein. Eine bunt gemischte Gruppe wartet gespannt darauf, dass es losgeht. Imelda, unsere Wanderführerin für den Abend, begeistert uns sofort mit ihrer herzlichen und offenen Art. Zum Kennenlernen gibt es einen köstlichen Glühmost vom Hoflädeli. Jeder bekommt eine Laterne von Imelda und los geht’s. 

Der erste Stopp ist beim Gasthaus „Zum Guten Tropfen“, wo wir eine wunderbare Montafoner Kartoffelsuppe bekommen. Die Suppe ist gut gewürzt und wärmt schön von innen. „Früher hat man die Kartoffelsuppe zum Frühstück gegessen, weil sie viele Kohlenhydrate hat und somit genug Energie für den Tag liefert“, erklärt uns Imelda. Gestärkt geht es weiter. Wir erfahren von den Besonderheiten der traditionellen Häuser und wie sich der Tourismus in der Region entwickelt hat. „Schon früher hatte meine Familie Zimmer an Touristen vermietet – damals gab es zum Frühstück einfache Wurst, Käse und Marmelade. Eier gab es nur am Sonntag. Und trotzdem waren die Gäste zufrieden. Das kann man sich bei den Standards heute gar nicht mehr vorstellen“, berichtet Imelda. Wir lauschen gespannt, was sie zu erzählen hat. Schon interessant, wie sich die Zeiten ändern.

Von weitem sehen wir schon die Feuerschalen am Weg. Wir trinken am Feuer süßen Punsch und setzen unsere Wanderung durch den winterlichen Wald fort.

Herzhafte Küchle und Kaiserschmarrn

Wir zünden unsere Laternen an und wandern gemütlich durch den Wald zu unserer nächsten Station. Am wärmenden Feuer gibt es unglaublich leckere Küchle – kleine herzhafte gefüllte Teigtaschen, die noch warm sind. Immer und immer wieder wird das Tablett aufgefüllt (und wieder geleert). Die Gastgeber verbreiten gute Laune und nach einem Schnaps ziehen wir weiter zur nächsten Station.

Was darf auf keinen Fall fehlen? Ein süßer Abschluss natürlich. Und was eignet sich das besser als eine gehörige Portion Kaiserschmarrn? Schüsselweise dampfender Kaiserschmarrn wird nach draußen an die Feuerschale getragen. Wir schlagen uns die Bäuche voll und zufrieden begibt sich die Gruppe zurück zum Ausgangspunkt beim Hoflädeli.

Im Hoflädeli gibt es noch Kostproben vom Bergkäse und von der lokalen Wurst. Wir beschließen noch ein paar Andenken an die schöne Tour (Schinken und Käse) zu kaufen und zum Abschied gibt es von Imelda noch eine kleine Marmelade für jeden.

Die kulinarische Wanderung war eine wunderbare Tour des Berge Plus Programms. Wir haben den Ort und die örtlichen Köstlichkeiten kennengelernt – und dank der gut gelaunten Imelda ist die Begeisterung für das Montafon noch stärker geworden.


Herbstzeit in den Dolomiten

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Der Herbst in den Bergen ist eine wunderbare Jahreszeit, die man unbedingt einmal erleben sollte. Das Licht, die warmen Farben und dazu die schroffen Berge – das passt einfach perfekt. Die Krönung ist dann, wenn man Herbstwetter in den Dolomiten und Wellness kombiniert. Wir haben ein Wochenende im Cyprianerhof direkt an der Rosengartengruppe in den Dolomiten verbracht und waren begeistert.

Mystische Stimmung am Karersee

Unser Ziel für den ersten Abend ist der Karersee (Lago di Carezza). Er liegt nur 20 Minuten vom Hotel entfernt und da wir schon so viele Bilder von dem See gesehen haben, wollten wir uns selbst von der Schönheit überzeugen. Wir parken auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz und durch den Fußgängertunnel geht es zum See. Ehrlich gesagt sind wir ganz schön überrascht, wie klein der See eigentlich ist. Alle Bilder, die man immer vom Karersee sieht, zeigen eigentlich die gesamte Größe des Sees. Dennoch gefällt es uns richtig gut. Die Farbe des Wassers ist unbeschreiblich schön – kristallklar, grün und blau. Der Latemar spiegelt sich nahezu perfekt in dem stillen Wasser. Wir haben Glück mit dem Wetter: Einige Wolken umspielen die Gipfel, aber wir können die Berge gut sehen. 

Wir beschließen den Karersee einmal zu Fuß zu umrunden. 20 Minuten dauert der kurze Spaziergang etwa und uns gefällt der Weg durch den Herbstwald mit dem leuchtenden Laub sehr gut.

Als wir am Ausgangspunkt ankommen, sind die Berge in dichten, mystischen Nebel gehüllt. Glück gehabt, dass wir schon vorher da waren!

Cyprianerhof – Wellness und Kulinarik mit Traumaussicht

Über eine aussichtsreiche Straße fahren wir zum Hotel Cyprianerhof. Der Blick auf die Rosengartengruppe ist einfach unbeschreiblich. Die Abendsonne kämpft sich durch die Wolken und taucht die Berge in ein wunderschönes Licht – genau der richtige Blick zu unserem Willkommensdrink.

So langsam meldet sich der Hunger. Nach dem Abendessen wartet noch ein riesiges Dessertbuffet. Es gibt alles, was man sich nur wünschen kann: Schokoküchlein, Tiramisu, Creme Brûlée, Schokobrunnen, Eis, Crumble und, und, und. Für uns Naschkatzen ist das genau das richtige.

Am nächsten Morgen ist es grau und es nieselt leicht. Dennoch machen wir uns auf den Weg. Unser Ziel ist der Tschafon, ein Berg mit Sicht auf die Rosengartengruppe. Die Tour hat uns Martin, der Hotelier, empfohlen. Auf halben Weg liegt das Naturparkhaus Rosengarten. Direkt daneben fließt ein Fluss durch ein weißes Flussbett. Ein toller Anblick und darum machen wir dort ein wenig Pause und erkunden das Flussufer. Wir entscheiden uns dann doch zurück zum Hotel zu gehen, da es sich mittlerweile richtig zugezogen hat. Schlimm ist das allerdings nicht, denn im Cyprianerhof wartet der Wellnessbereich auf uns. 6 Saunen, ein Außenschwimmbecken und ein wunderschöner Ruhebereich laden zum Entspannen ein. Wir kuscheln uns in unsere Bademäntel und lassen einfach die Seele baumeln. Herrlich – so lässt es sich aushalten! Die Zeit im Cyprianerhof geht viel zu schnell vorbei, aber wir haben sie gut genutzt. Die Lage des Hotels ist einfach perfekt! Man kann direkt vom Haus aus loswandern und die Gegend erkunden. Außerdem werden auch vom Hotel aus viele Aktivitäten wie Klettern, Klettersteig-Touren oder Gipfelbesteigungen angeboten. Nach der Tour kann man sich herrlich im Wellnessbereich entspannen und am Abend das köstliche Essen genießen. Wir haben unseren Aufenthalt sehr genossen und können uns gut vorstellen den Cyprianerhof auch einmal im Winter zu besuchen.

Röbischlucht – Der Klettersteig für die ganze Familie

Endlich ist es soweit und unser erster Klettersteig nach dem Klettersteigkurs am Stausee in Latschau steht an. Hierfür haben wir uns den Klettersteig Röbischlucht in Gargellen herausgesucht. Der Klettersteig ist mit einer Schwierigkeit B/C angegeben, also perfekt für uns als Anfänger oder auch für Familien mit Kindern.

Einstieg in den Klettersteig

Das Equioment für den Klettersteig haben wir uns bei Pure Mountain Equipment in der Talstation der Schafbergbahn geliehen. Von dort aus sind es nur ein paar Minuten bis zum Ausgangspunkt des Klettersteigs. Los geht es aber erst einmal mit einer kleinen Wanderung von ca. 15 Minuten, die einem zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs bringt. 

Der Klettersteig beginnt sehr einfach und ermöglicht es noch einmal das Gelernte durchzugehen und zu testen. Gerade bei dem ersten Klettersteig sind wir noch etwas angespannt, da wir ja auch noch nicht wissen, was uns erwartet. Aber frohen Mutes geht es dann endlich los. 

Nach dem leichten Einstieg steigert sich das Niveau langsam und die ersten Kletterpassagen kommen. Wenn man diese gemeistert hat und sich warm geklettert hat, beginnt der eigentliche Klettersteig. Von jetzt an klettert man entlang der Steilwand der Schlucht. Für Anfänger wie uns zwei ist das schon sehr aufregend, den unter einem sieht man nur das tobende Wasser des Flusses, der durch die Schlucht fließt. Auch wenn man nicht besonders hoch über dem Fluss ist, so ist Abstürzen doch strengstens verboten. Der Klettersteig lässt sich aber auch für Anfänger ohne Probleme klettern und es gibt nur wenige schwierige Stellen. Die meisten Schwierigkeiten birgt der nasse Fels auf dem man hin und wieder nur schlecht halt findet. Deshalb empfiehlt es sich feste Schuhe mit gutem Profil anzuziehen. 

Hoch hinaus am Wasserfall

Eines der Highlights des Klettersteig ist ein kleiner Wasserfall, an dem man gegen Ende des Klettersteigs kommt. Hier muss man dann auf Metallstufen parallel zum Wasserfall den Fels hinauf klettern. 

Nach dem Ausstieg aus dem Klettersteig muss man noch ca. 25 Minuten zurück zur Straße wandern.Der Klettersteig Röbischlucht ist ein wirklich sehr schöner und interessanter Klettersteig, der sich perfekt für Anfänger und Familien eignet

Weitere Informationen zu unserer Klettersteig-Tour findet ihr hier: https://www.montafon.at/de/Magazin/Klettersteig-Roebischlucht_bba_71616

E-Mountainbike mit zwei Tälerblick und Single Trail

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Im Intersport in Schruns kann man sich super einfach E-Mountainbikes leihen und damit die Gegend erkunden. Startpunkt der E-Mountainbike Tour Rund um den Itonskopf ist entweder der Intersport in Schruns oder man nimmt noch den Bus bis zur Kirche in Bartholomäberg. Hier kann man auch sehr gut sein eigenes Auto parken. 

Von der Kirche in Bartholomäberg geht es erst einmal ordentlich bergauf, aber da wir mit E-MTB unterwegs waren, waren die Steigungen überhaupt kein Problem. Von dem höchsten Punkt hat man dann einen traumhaften Blick ins Klostertal. Nach einer kurzen Abfahrt kommt man zur Alpe Latons, die sich perfekt für einen kleinen Zwischenstopp eignet. Kurz hinter der Alpe Latons beginnt dann der Single Trail, der sich absolut klasse fahren lässt. Auch Mountainbike Anfänger kommen hier voll auf ihre Kosten, auch wenn es sein kann, dass man hin und wieder ein paar Meter schieben muss. 

Am Ende des Single Trails hat man dann wieder einen sehr schönen Blick ins Montafon und auf die drei Türme. Hier trifft man wieder auf den Weg, den wir mit der Knappenwanderung gewandert sind.

Wie es uns im Detail ergangen ist auf der Tour, wie wir Straßensperren durch Kühe und Fahrradpannen erlebt haben, findet ihr hier: https://www.montafon.at/de/Magazin/E-Bike-Tour-rund-um-den-Itonskopf_bba_71017


Auf den Spuren der Bergleute im Montafon

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Die Knappenwanderung im Silbertal beginnt an der Bergstation der Kristbergbahn, wo man gemeinsam mit dem Bus aus Schruns hinfährt.

Von der Bergstation der Kristbergbahn geht es entlang des Silbertals zurück nach Schruns. Auf dem Weg besucht man verschiedene historische Stätten des Bergbaus im Montafons, wie die Sankt Agatha Kirche oder das historische Bergwerk Bartholomäberg. Der Besuch des alten Stollens war für uns das absolute Highlight der Tour. Hier konnte man ca. 130 Meter tief in den Berggehen und tief in die damalige Zeit abtauchen.

Nach Batholomäberg geht es noch über Wiesen und durch Wälder zurück zum Bahnhof in Schruns. Diese Teil sind wir teilweise auch mit der Imkerwaderung gewandert.

Die Knappenwanderung bietet sich perfekt für Familien an, die nicht nur etwas über die Natur des Montafons lernen wollen, sonder auch über die Geschichte.

Einen detaillierteren Bericht zu unserer Wanderung findet ihr hier: https://www.montafon.at/de/Magazin/Bergknappenwanderung-im-Silbertal_bba_71464


Mountainbike Tour zum Langsee im Silbertal

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Am Nachmittag ging es für uns von der Talstation Kristbergbahn mit den Mountainbikes zum Langesee. Insgesamt dauert die Tour 3 ½ Stunden (reine Fahrzeit) von denen man gut 45 Minuten wandert. 

Von der Kristbergbahn zur Unteren Galfunaalpe

Ab der Talstation der Kristbergbahn folgt man für die ersten Kilometer der Litz und kann zwischen durch immer mal wieder einen tollen Blick auf den Fluss genießen. Für die ersten Pausen bieten sich zwei recht spektakuläre Aussichtsplattformen an. Die Plattformen liegen allerdings etwas versteckt im Wald. Als sehr nett und auch einzige Einkehrmöglichkeit gibt es die idylisch gelegene Unteren Gaflunaalpe. Die Untere Gaflunaalpe liegt auf einem sehr schönen Hochplateau, das auch alle die etwas durchschnauben lässt, die nicht für eine Pause anhalten, denn hier geht es nur ganz sachte bergauf.

Von der Galfunaalpe zum Langsee

Kurz nach dem Hochplateau eröffnet sich einem dann ein unfassbar schöner Blick auf die vor einem liegenden Bergen. Allein der erste Blick auf diese Berge hat alle Mühen vergessen lassen. Jetzt geht es aber nochmal ordentlich bergauf. Das letzte Stück zieht sich dann doch nochmal etwas und hat noch einige fiese Steigungen zu bieten. Nach weiteren gut 2 km haben wir unsere Räder an einer kleinen Berghütte abgestellt. Von hier aus gehen wir zu Fuß weiter. Da wir später wieder zurück ins Silbertal fahren wollen macht es für uns keinen Sinn die Räder weiter mitzunehmen. Der Weg ist zwar als Fahrradstecke gekennzeichnet, aber fahren könnten wir hier eh nicht. Die Wanderung dauert ca. 45 Minuten und lässt sich sehr schön laufen. Die Lage des Langsees ist einfach atemberaubend! Da wir erst am späten Nachmittag da sind, steht die Sonne schon etwas tiefer und taucht die umliegenden Berge schon in ein abendliches rot.

Die Abfahrt genießen wir in vollen Zügen und freuen uns, was wir vorher alles bergauf gefahren sind.

Weitere Informationen zu unserer Tour zum Langesee findet ihr hier: https://www.montafon.at/de/Magazin/Mountainbike-Tour-zum-Langsee-im-Silbertal_bba_70112